Fortbildung: Familienaktivierende Methoden

 

 

 

Es ist Zeit für Veränderung!

 

Sind Sie neugierig auf Methoden des Arbeitens mit Eltern, Jugendlichen und Kindern in belasteten Situationen? Sind Sie motiviert, sich diese Methoden zu erarbeiten und sie anzuwenden? Die Fortbildung ist gedacht für ErzieherInnen, SozialpädagogInnen und andere in der Sozialen Arbeit Tätige, die beruflich mit Familiensystemen in unterschiedlichsten Kontexten arbeiten, z.B. in der SPFH, der Tagesgruppenarbeit, sowie der stationären Heimerziehung, - und die ihren Handwerkskoffer erweitern, ergänzen oder auffrischen wollen. Familienaktivierung bedeutet hier, dass es den HelferInnen gelingt, dass die Familienmitglieder ins Arbeiten kommen – denn verändern kann sich nur jeder selbst. Das Konzept dieser Arbeit und der Fortbildung gründet sich auf das amerikanische Families first modell, seine Umsetzung in das deutsche Familienaktivierungsmanagement / Familienstabilisierungsprogramm und die über zehnjährige praktische Erfahrung damit.

 

 

Umfang:

6 mal 3 Tage

Teilnehmerzahl:

bis etwa 15 TeilnehmerInnen

Zertifikat:

Die TeilnehmerInnen erhalten ein Zertifikat. Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikates sind die Teilnahme an allen Seminaren und am Abschlusskolloquium sowie das Anfertigen von 2 Hausaufgaben.

Preis:

260,00 € / Fortbildungsabschnitt

Die Seminare können einzeln gebucht werden. Im Preis enthalten sind die Kosten für Getränke und Mittagessen an den Seminartagen sowie für die Teilnehmermaterialen. Die Ausbildungsleiter stehen auch zwischen den Seminaren für aktuelle Fragen, die sich aus der Praxis der TeilnehmerInnen ergeben, per E-Mail zur Verfügung.

                     

 

Termine und Inhalte:

 

 

1. Seminar:

27. – 29.09.2011

Einführung

Einschätzung von Familien – systemische Diagnostik

Kontrakt- und Zielerarbeitung

Wertschätzung – Ressourcenorientierung

                        Neben der Einführung in die Familienaktivierung  stehen Methoden zur Einschätzung von Familien wie Genogrammarbeit, Zeitleiste, Soziogramm u. a. im Mittelpunkt dieses Workshops ebenso wie die Erarbeitung eines Risiko-Ressourcenprofils, das von Jugendämtern zunehmend gefordert wird. Zu Beginn der Arbeit sollte zwischen allen Beteiligten ein Vertrag ausgehandelt werden, um welche Inhalte und Veränderungsprozesse es im Laufe der Zusammenarbeit gehen wird. Nur mit klaren Zielen bzw. Auflagen wissen die Beteiligten, was die Hilfe bringen soll.

2. Seminar:

29.11. – 01.12.2011

 

Lösungsorientierung und lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern

Ermutigung

Schritte der Problemlösung

                       Wenn es gelingt, auf Lösungen zu fokussieren statt auf Probleme, kann die Arbeit für Alle scheinbar leicht gelingen. Lösungsorientierte Methoden wie Skalierung oder Wunderfrage helfen dabei.

                        Die Ermutigung greift auf das Encouraging-Konzept von Schoenaker zurück und stellt wichtige Ergebnisse seiner Arbeit und interessante Methoden vor.

3. Seminar:

07. – 09.02.2012

Verhaltensorientierte Methoden

Rational-emotives Training RET

 

                       Die dem Kontext der Verhaltenstherapie entstammenden Methoden bilden oft ein Kernstück der Arbeit, wenn es um konkrete Verhaltensänderungen bei Eltern und/oder Kindern geht. Genaue Verhaltensbeobachtungen wie nach dem SORK-Modell bilden die Grundlage für die weitere Arbeit z.B. mit Verstärkerplänen.

                        Beim RET steht die Untersuchung und Veränderung von Denkprozessen, die letztlich in geändertem Verhalten münden, im Vordergrund.

4. Seminar:

24. - 26.04.2012

Kommunikation
Krisen- und Konfliktmanagement
Ärger-Wut-Management

                       Sprache ist unser Werkzeug. Bereits Fragen sind Interventionen. Neben Übungen zur sprachlichen und nichtsprachlichen Kommunikation werden bekannte Methoden wie Aktives Zuhören und Ich-Botschaften aufgefrischt und verschiedene Formen des Fragens, z.B. zirkuläres Fragen, behandelt.

                       Daneben werden weitere Methoden zur Verhaltensänderung in kleinen Schritten wie Shelleys Krisenkarte, Stressbarometer oder die 6 Schritte zur Wut vorgestellt und eingeübt sowie ausgewählte Methoden der Konfliktbearbeitung.

5. Seminar:         

26. - 28.06.2012

Stieffamilien und andere Familiensysteme

Bindung

Stabilisierungsarbeit bei traumatisierten Kindern

                        Ein Großteil unserer Arbeit findet in Familiensystemen statt, die durch Verlust und Trennung gekennzeichnet sind. Dies erfordert vom Helfer besonderes Wissen und gezielte Strategien. Das Thema Bindung ist wieder aktuell, Bindungsstörungen stellen wir immer häufiger bei Kindern und bei Erwachsenen fest. Für Helfer ist es wichtig, sie zu erkennen und pädagogisch-stützend zu begleiten.

6. Seminar:

25. - 27.09.2012

Abschied und Abschluss in der Familie

Selfmanagement für SozialarbeiterInnen

Umsetzung der Inhalte im eigenen Berufsfeld

Kolloquium

                        Auch das Ende der Arbeit mit Familien will gut geplant und vorbereitet sein. Strukturierung des Abschlusses, Verfassung des Abschlussberichtes und hilfreiche Methoden wie Notfallkoffer oder Schatzkiste finden hier ihren Platz.

                        Neben der intensiven Arbeit darf die Fürsorge für die eigene Person nicht verlorengehen. Einige Strategien gegen den Burnout werden vorgestellt.

                        Dazu erhalten die TeilnehmerInnen Unterstützung bei Fragen, wie sie das Erarbeitete in ihrer Einrichtung bzw. ihrem Umfeld einbringen können.

                        Die Teilnahme am Kolloquium ist Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikates.

 

                       

Trainer:     

 

Johannes Leinen Dipl.Päd.

Systemischer Familientherapeut und Supervisor

Langjährige Erfahrung in der stationären Heimerziehung und der ambulanten Familienhilfe

Seit 1997 Trainer für FAM, FSP und Familienaktivierung