Projekt Gärtnerei

Wir bringen Jugendliche in Arbeit

 

 

Traumatisierte Kinder und Jugendliche zeigen oft so massive Störungen und gravierende Verhaltensauffälligkeiten, dass sich der Heilungsprozess nur sehr langsam gestaltet. Kommt eine Lernschwäche oder Lernbehinderung dazu, verzögert sich die Entwicklung der persönlichen Reife und Selbständigkeit noch mehr.

So entwickelten wir 1997 den KästnerHof, unser Projekt "Gemeinsam Leben und Arbeiten". Dort leben derzeit 8 Jugendliche, die aufgrund ihrer persönlichen Lebensgeschichte noch nicht berufsfähig sind. Sie lernen in der Lebensgemeinschaft des Hofes, die Ziele und Aufgaben der Gemeinschaft zu tragen, sie werden auf eigene Ziele vorbereitet und schrittweise bei der Erlangung dieser Ziele begleitet.

Im individuellen Arbeitstraining lernen sie Schlüsselqualifikationen wie zum Beispiel Ausdauer, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit, etc. Sie üben und trainieren all ihre noch zu entwickelnden Fähig- und Fertigkeiten im motorischen, kognitiven und sozialen Bereich. Ziel des Arbeitstrainings ist der Übergang in den Arbeitsmarkt.

Der Arbeitsmarkt für solcherart sozial schwache Jugendliche bricht in unserer leistungsorientierten Gesellschaft zunehmend weg. Aufgrund ihrer geringen Leistungsfähigkeit haben sie immer weniger Chancen auf einen Einstieg in das geregelte Arbeitsleben. Dabei sind sie in einem geschützten Rahmen in der Lage und gerne bereit, ihren produktiven Anteil zu leisten. Da diese Jugendlichen in der freien Marktwirtschaft derzeit keine Perspektiven haben, machten wir uns auf die Suche nach Arbeitsplätzen. Fündig wurden wir in einigen befreundeten Betrieben (Gärtnerei, Schlosserei und Schreinerei, die bereit sind, unsere gehandicapten Jugendlichen auszubilden), klar war jedoch auch, dass nur mithilfe einer eigenen Produktionseinheit mittel- bis längerfristig Chancen auf mehrere Ausbildungs- und Arbeitsplätze bestehen.

Daher war der nächste Schritt der Bau eines Gewächshauses als Ausgangspunkt. Damit können wir ein Projekt "Ausbildung und Arbeitsplatz für traumatisierte Jugendliche mit Schwerpunkt Gartenbau" installieren. Bei dem Gartenbauerzeugnis handelt es sich um ein patentrechtlich abgesichertes Produkt: Sprossenpflanzen auf nachwachsenden Rohstoffen - konkret auf Flachs-Hanf-Fasern. Die Produktion ist nun gesichert, die ersten Abnehmer stehen bereit. Wir suchen weitere interessierte Partner aus Gastronomie und Lebensmittelhandel!

 

 

Kennen Sie schon grüne Sprossen?

Grüne Sprossen sind die ganz jungen Pflanzen verschiedener Gemüse- und Kräuterpflanzen. Sie binden alle Nährstoffe, die eine Pflanze zum Wachsen benötigt, auf kleinstem Raum und sind deshalb besonders nahrhaft. Sie finden Verwendung ähnlich wie Kresse, bieten jedoch durch viele Sorten auch eine viel größere geschmackliche Vielfalt und dadurch mehr Verwendungsmöglichkeiten, z.B. als:

bisher erhältlich in den Sorten:

Rucola, Brokkoli, Senf, Radieschen, Rotkohl, Linsen, Zwiebel, Alfalfa, Basilikum, Rote Beete

Inhaltsstoffe und Wirkung: