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ERICH KÄSTNER KINDERDORF

 

Aktuelles:

Offene Stellen (Stand: November 2016)

2015 Monatskalender, Einnahmen zu 100 % zugunsten des Erich Kästner Kinderdorfs

2. Juli 2014: Fachtag
"Keiner darf verloren gehen" - Umgang mit Traumata in der Heimerziehung (Die Vorträge zum Nachlesen)

Verleihung des Bayerischen Verdienstordens an Gunda Fleischhauer (3. Juli 2013)

Bucherscheinung am 3.12.2010:
 "Ich weine und ich lache Tränen. Von den Lebensräumen und Lebensträumen traumatisierter Kinder" von Gunda Fleischhauer

"Die Zunge der Kultur reicht weit", Topsy Küppers CD mit Texten und Liedern von Erich Kästner

Erich Kästner Bibliothek

Veranstaltungen

 

 

Noch immer gibt es Kinder, die nicht in ihrer Familie leben können. Die Gründe dafür können vielfältig und vielschichtig sein (gesellschaftliche Ursachen, familiäre Schwierigkeiten, individuelle Problematiken).

In unseren fünf Kinderdorffamilien finden diese Kinder ein neues Heim. Mit großer Sorgfalt versuchen wir, die besonderen Schwierigkeiten der jungen Menschen wahrzunehmen und auf sie einzugehen. Auf dem Wege in ihre Selbständigkeit erhalten die Kinder ein hohes Maß an heilpädagogischer und therapeutischer Förderung.

Der Schriftsteller Erich Kästner ist uns ein großes Vorbild. Seine Haltung den Kindern gegenüber, die bestimmt wird von Liebe, Wertschätzung und Mitgefühl, ist ein tragendes Element unseres pädagogischen Alltags.

Das Erich Kästner Kinderdorf erhielt testamentarisch die Bücher und persönlichen Gegenstände des bekannten Schriftstellers. Mit unserer Erich Kästner Bibliothek wollen wir sein Erbe lebendig halten.

 

Informationen auf einen Blick

 

Leitungsteam Gunda Fleischhauer, Daniela Huhn, Andrea Pieczyk
Art der Einrichtung Heilpädagogisch-Therapeutisches Kinderheim
Platzzahl
  • 40 Plätze in den 6 Kinderfamilien-Häusern
  • 18 Plätze in den Heilpädagogischen Tagesstätten in Kitzingen und Iphofen
  • 12  Plätze im Sternstunden Schulchen
Freie Plätze zur Zeit keine
Gruppenzahl 6 Kinderdorffamilien (koedukativ), Heilpädagogische Tagesstätte (2 Gruppen)
Rechtliche Rahmenbedingungen §27, §34, §35, §41, §42 KJHG
Rechtsaufsicht Regierung von Unterfranken (Heimaufsicht)
Indikationen Verhaltens-, Emotions-, Entwicklungs- und psychosomatische Störungen; Kinder, die einen besonders hohen Betreuungsaufwand benötigen
Kontraindikationen schwere körperliche und geistige Behinderung, akute psychiatrische Syndrome
Aufnahmealter 2-10 Jahre
Betreuungsalter 2-21 Jahre
Betreuungsform Heilpädagogik, Familienstruktur, Elternprinzip (Ein Paar lebt gemeinsam mit eigenen Kindern ständig im Familienverband.)
Spezielle Hilfsangebote
  • Intensivbetreuung, akute Krisenintervention, Inobhutnahme, Einzelbetreuung, Diagnostik, Therapie, intensive schulische Förderung, individuelle Erziehungsplanung, Selbständigkeitsprogramme, Elternarbeit, Erlebnispädagogik, Betreutes Wohnen, Nachbetreuung
  • Seit 2 Jahren bieten wir FamilienAktivierungsManagement (FAM) als ambulante Maßnahme an und sind außerdem Ausbildungsstätte für Familienaktivierende Methoden.. 
Schulen Die Kinder besuchen die Regelschulen der Landkreise (z.B.: Sonderschule für Lernbehinderte, Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Berufsschule).
Standort ländlicher Raum
Einrichtungen
  • Haus Steinmühle, 97516 Oberschwarzach (Leitung: Gunda Fleischhauer)
  • Julius-Itzel-Haus, 97516 Düttingsfeld (Leitung: Petra u. Andre Pieczyk)
  • Haus Markt Einersheim, 97348 Markt Einersheim (Leitung: Ursula Ixmeier)
  • Haus Seesteig, 97350 Mainbernheim (Leitung: Nicola u. Wolfgang Prantl)
  • Haus Feuerbach, 97353 Feuerbach (Leitung: Tanja Brückner-Falkenhagen)
  • Kästnerhof, 97516 Oberschwarzach (Leitung: Jana u. Johannes Kestler)
  • Heilpädagogische Tagesstätten, 97318 Kitzingen & 97346 Iphofen (Leitung: Eva Hoffart)
  • Sternstunden Schulchen, 97357 Bimbach (Leitung: Eva Hoffart und Gerald Möhrlein)
Mitarbeiter/innen Heilpädagogen, Sozialpädagogen, Erzieher, Sonderschullehrer, Diplompädagoge
Gruppenübergreifende Mitarbeiter/innen Psychologe, Ergotherapeut, Gestalttherapeut, Spieltherapeut, Supervisor, Kinesiologe
Aufnahmeverfahren Kontaktaufnahme über Jugendämter, Vorstellungstermin, Probewochenende, Entscheidungsfindung durch Kinder und Mitarbeiter einer Gruppe, Aufnahme
Entlassung Nicht das Alter, sondern die persönliche und soziale Reife ist für die Entlassung des betreuten Jugendlichen maßgeblich.
Kooperation mit anderen Diensten Ad hoc mit allen zuweisenden Stellen, Erziehungsberatungsstellen, Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Fachärzte, Schulen und Ausbildungsstätten, Berufsberatung und Arbeitsamt, Kirchen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Fachverbände

Der Verein Erich Kästner Kinderdorf ist ein privater Träger der Jugendhilfe, der dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband (Landesverband Bayern e.V., Bezirksverband Unterfranken) angeschlossen ist.

Wir sind Mitglied der AFET (Arbeitsgemeinschaft für Erziehungshilfe - Bundesvereinigung) und Mitglied der IGfH (Internationale Gesellschaft für Heimerziehung).

Kinder, Kinder

"Jeder Mensch gedenke immer seiner Kindheit! Das ist möglich. Denn er hat ein Gedächtnis. Die Kindheit ist das stille, reine Licht, das aus der eigenen Vergangenheit tröstlich in die Gegenwart und Zukunft hinüberleuchtet. Sich der Kindheit wahrhaft erinnern, das heißt: plötzlich und ohne langes Überlegen wieder wissen, was echt und falsch, was gut und böse ist. Die meisten vergessen ihre Kindheit wie einen Schirm und lassen sie irgendwo in der Vergangenheit stehen. Und doch können nicht vierzig, nicht fünfzig spätere Jahre des Lernens und Erfahrens den seelischen Feingehalt des ersten Jahrzehnts aufwiegen. Die Kindheit ist unser Leuchtturm."

(Erich Kästner, "Die vier archimedischen Punkte", in: Die kleine Freiheit)           

 

Oft müssen wir mit unseren Kindern den Leuchtturm erst bauen. Erst errichten wir den Sockel, um ihnen Halt und Geborgenheit zu geben. Mit den Jahren wächst dann der Leuchtturm Stein um Stein nach oben. Dazu ist viel Mühe, Geduld und Liebe unserer Mitarbeiter nötig. Aber nicht nur sie arbeiten am 'Leuchtturm', auch unsere Kinder beweisen immer wieder, wie viel Kraft und ungeahnte Möglichkeiten in ihnen stecken. Und das macht uns dann wiederum Mut, gibt uns Hoffnung und zeigt uns, dass die Architektur unseres Leuchtturm stimmt, auch wenn er manchmal wieder ein Stückchen eingestürzt ist.

Unsere Kinder sind bärenstark, zuckersüß, liebe Bengels, klein, GROß, dick, dünn, Lausebengels und Gören, Kraftprotze, Viel- und Wenigfraße, Cowboys und Indianer, Schrei-hälse, Schneckenhausbewohner, Krachmacher Jäger und Sammler, Genießer und Verwöhner, , RaBaUkEn, Hüttenbauer, Pizzabäcker, Entdecker, Geschichten- Erzähler, ???Löcher-in-den-Bauch-Frager???, Kuscheltiger, leidenschaftliche Feste-Feierer . . . ach, wir könnten noch so Vieles aufzählen . . .

Wir leben wie in einer Familie - nur bei uns ist alles größer . . . der Esstisch, die Kochtöpfe, die Schüsseln, die Häuser, der Appetit, der Einkaufswagen, die Geburtstagstorten, der Garten, die Autos, die Schuhregale, der Brötchenkorb, der Toaster, die Wäscheberge ... eben eine Großfamilie. Kochen im Kinderdorf macht dicke Muskeln. Zum einen vom stundenlangen Umrühren und auch, weil man die schweren Kochtöpfe herumheben muss. Kochen im Kinderdorf erfordert auch viel Geduld. Haben Sie schon mal Spargel für 20 Personen geschält? Oder Waffeln gebacken, wenn die ganze Großfamilie vom Duft angelockt um das Waffeleisen herumsteht? Oder können Sie sich vorstellen, mit 10 Kindern auf einmal zum Friseur zu gehen?

Unsere Mitarbeiter wiederum müssen viele Fähigkeiten mitbringen. Sie sind nicht nur Erzieher, sondern auch Mutter, Fußballfan, Arzt, Seelentröster, Lehrer, Spielkamerad, Bäcker, sind stets in die neuesten Trends eingeweiht, leidenschaftliche Computerfreaks, Köchin, Waschfrau, Wecker, Sportskanonen, Buchhalter . . . Natürlich müssen all diese Aufgaben nicht nacheinander, sondern oft nebeneinander, miteinander oder durcheinander erfüllt werden. Trotzdem: Es macht uns Spaß!



 

Erich Kästner Bibliothek

 

              

Kopernikanische Charaktere gesucht

Wenn der Mensch aufrichtig bedächte:
daß sich die Erde atemlos dreht;
daß er die Tage, daß er die Nächte
auf einer tanzenden Kugel steht;

daß er die Hälfte des Lebens gar
mit dem Kopf nach unten im Weltall hängt,
indes sich der Globus, berechenbar,
in den ewigen Reigen der Sterne mengt, -
wenn das der Mensch von Herzen bedächte,
dann würd' er so, wie Kästner werden möchte.

Erich Kästner

Erich Kästners "Traurigkeit, die jeder kennt"

Das "Gedicht des Monats" aus Erich Kästners "Die 13 Monate"

Nach dem Tode von Luiselotte Enderle, der Lebensgefährtin Erich Kästners, erhielten wir eine für uns völlig überraschende und unverhoffte Nachricht. Frau Enderle hatte uns zu ihren Erben eingesetzt. Im Nachlass enthalten war das gesamte Inventar des Hauses Flemingstraße 52 in München, wo Erich Kästner bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 gelebt hat.

Zum Inventar gehörten zahlreiche Dinge, mit denen Erich Kästner und Luiselotte Enderle vor ihrem Tode gelebt und sich liebevoll umgeben hatten. Zum Beispiel Erich Kästners Schreibtisch, seine Brille, seine Schreibmaschine, seine Koffer, sein Hut und vieles, vieles mehr. Das schönste Geschenk waren aber beinahe 10.000 Bücher, die an vielen Stellen mit Notizen Erich Kästners und Widmungen anderer großer Schriftsteller, wie Carl Zuckmayer oder Wolfgang Borchert versehen waren. Aber nicht nur das fanden wir in den Büchern, sondern auch Einkaufs- und Notizzettel oder kleine Nachrichten, die sich Erich Kästner und Luiselotte Enderle geschrieben hatten.

Luiselotte Enderle hatte testamentarisch festgehalten, das Erbe solle 'zur Pflege des Namens Erich Kästner und zur geistigen und körperlichen Pflege der Kinder des Kinderdorfes' verwendet werden. Um das kostbare Erbe zusammen zu halten und auch anderen Menschen den Zugang zu ermöglichen, bauten wir eine alte Tenne in der Steinmühle Oberschwarzach um und aus und errichteten eine Bibliothek, die für Besucher aus aller Welt zugänglich ist. Interessierte können bei uns sowohl wissenschaftlich arbeiten, als auch einfach nur so in den Büchern schmökern. Wer mag, darf sich auch einmal in Kästners Sessel setzen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen.

Inzwischen haben viele Menschen unsere Bibliothek besucht und waren vor allem begeistert von der Lebendigkeit, die in den Räumen herrscht. Ein Journalist nannte sie einmal sogar 'das lebendigste Dichtermuseum Deutschlands'. Einige Besucher, die das Haus von Erich Kästner und Luiselotte Enderle kannten, fühlten sich dorthin zurück versetzt und meinten, 'Kästner könne jeden Moment um die Ecke kommen'.

Wenn auch Sie unsere Bibliothek gerne besuchen würden oder Fragen zur Bibliothek an uns haben, schreiben Sie uns per e-Mail:

steinmuehle@erich-kaestner-kinderdorf.de

Wenn Sie noch mehr über unsere Bibliothek erfahren möchten, besuchen Sie unsere Website:

http://www.erich-kaestner-bibliothek.de/


Wir würden uns sehr über einen Eintrag in unser Gästebuch freuen !

Wenn Sie sich für das Erich Kästner Kinderdorf interessieren, Mitglied im Verein werden oder unsere Arbeit in Form einer Spende unterstützen möchten, können Sie unter folgenden Adressen mit uns in Kontakt treten:

Erich Kästner Kinderdorf e.V.
Steinmühle
97516 Oberschwarzach
Telefon: 09382/6954 Fax: 09382/1832


steinmuehle@erich-kaestner-kinderdorf.de

 

Spendenkonto

Erich Kästner Kinderdorf
Sparkasse Schweinfurt
IBAN: DE54793501010000116111
BIC: BYLADEM1KSW